Aktiv Check Out: Mountainbiking

Mountainbike: Neue Bekanntschaft mit einem alten Freund

Heute werde ich mich outen: Ich bin ein „Land-Ei“! Naja, vielleicht kein typisches - ich schätze die Vorzüge der Stadt und hab auch nichts gegen einen kurzen City-Trip. Aber ich bin am Land aufgewachsen. Was das bedeutet? Statt gleich nach der Schule meine Hausaufgaben zu machen, bin ich sofort los, hab Freunde abgeholt und bin raus in die Natur. Wir wollten Abenteuer erleben! Doch wie kommt man zu den Freunden? Als Kind am schnellsten mit dem Fahrrad. Darum haben wir nach dem Gehen auch so schnell wie möglich das Radfahren gelernt. Wir haben alle Strecken immer mit dem Rad zurückgelegt. Biken liegt mir sozusagen im Blut. Und trotzdem: Mountainbiking ist nicht gleich Fahrradfahren wie unser Aktiv Check Out zeigt.

Das Mountainbike neu entdecken

So war es für mich früher immer etwas befremdlich, als manche Freunde von der Sportart „Mountainbiken“ erzählten. Das hatten wir doch schon immer gemacht?! Aber mittlerweile weiß ich durch viele Bike-Tage, dass mein Vergleich hinkt. Gleich vorneweg: in wenigen Zeilen Mountainbiken umfassend zu beschreiben ist schlichtweg unmöglich. Heute geht es in erster Linie darum, Neulingen (wie mir damals) zu erklären, was Mountaibiken bedeutet.

Die ersten Fragen zum Biken

Stell dir vor, deine Freunde schenken dir einen Gutschein für eine Mountainbike-Tages-Tour mit einem MTB-Guide und Leihrad. Du kannst es dir aussuchen: 600 oder 2.000 Höhenmeter mit abschließender Abfahrt, Fully oder Hardtail inklusive. „Cool!“ denkst du dir, „Radfahren kann ich“. Du weißt auch, wie ein Mountainbike ungefähr aussieht. Also alles ganz easy, oder? Vielleicht stellen sich aber doch folgende Fragen:

 

 

  • 600 oder 2.000 Höhenmeter … wie viel schaff ich eigentlich?
  • Was ziehe ich da an?
  • Wieso wollen die von mir wissen, welche Pedale ich benutze?
  • Welches Leihrad möchte ich: Hardtail oder Fully?
  • Warum geh ich überhaupt Mountainbiken, wenn das so kompliziert ist? :-)

So oder so ähnlich waren jedenfalls die Fragen, die ich mir damals bei meiner ersten echten Tagestour mit dem Mountainbike gestellt hatte. Und doch wollte ich unbedingt mehr über den Reiz des Bikens erfahren. Ein großes Glück!

Mountainbike-Distanzen, Höhenmeter und Schwierigkeitsgrad, häh?

Es ist grad am Anfang nicht einfach, die richtige Distanz zu wählen. Es kommt auf die Faktoren Strecke, Höhenmeter (Bergauf) und Dauer an. Aber natürlich auch auf das Gelände bzw. die Streckenwahl und damit den technischen Schwierigkeitsgrad und wie gut deine Grundkondition ist. Für Anfänger ist eine Tour mit maximalen 600 Höhenmetern bergauf sicher eine gute Wahl und sollte in 2–3 Stunden zu bewerkstelligen sein. Man sollte nicht den Fehler begehen und sich überschätzen. Lieber mit weniger anfangen, Spaß haben und sich Lust auf mehr holen. Versiertere Biker rechnen ca. 500 (oder mehr) Höhenmeter pro Stunde, natürlich wieder abhängig vom Gelände und von der Streckenbeschaffenheit. Für Singletrails (oder im Englischen auch "Single Tracks") gibt es meist sogar eine eigene Klassifizierung des Schwierigkeitsgrades. Mit Singletrails bezeichnet man übrigens schmale Pfade auf einer Mountainbike-Strecke, auf der nur ein Biker fahren kann und nicht zwei oder mehr nebeneinander. Im Gegensatz zu den breiteren Forst- und Schottersstraßen ist eine Befahrung nicht in jeder Region ohne weiteres erlaubt (Naturschutz, Privatbesitz, etc.). Sie bieten aber für Biker den meisten Spaß und die größte Herausforderung.

Die richtige Bike-Kleidung

Wenn man die verschiedenen Radfahr-Typen, von Rennrad über Trekking-Rad bis zum Mountainbike, vorbeiradeln sieht, erkennt man sofort: Es gibt für jeden Typen einen gewissen Style. Mountainbike Hosen und Shirts sind meist eher gemütlicher und etwas weiter geschnitten. Die Mountainbike Hosen sind meist knielange Shorts und enthalten innen eine Polsterung für den Sitzkomfort, die normalerweise auch herausgenommen werden kann. Sie sind wie die Shirts aus funktionellen, den Schweiß nach außen transportierenden Materialien hergestellt. Ein Radhelm ist unbedingt notwendig. Andere Protektoren empfehlenswert. Fahrradhandschuhe erhöhen den Gripp. Noch eine sportliche Sonnenbrille aufgesetzt, einen Tagesrucksack aufgeschnallt und eine Windjacke eingepackt: fertig ist der Mountainbike Style! Ach ja, die richtigen Schuhe fehlen ja noch... 

Bei mir macht es Klick

Die Schuhe hängen mit den Pedalen unweigerlich zusammen. Denn entweder das Mountainbike verfügt über herkömmliche „Plattformpedale„ auch „Flatpedale“ genannt, wie man sie von Standard-Rädern kennt, ohne Fixierung. Hier kann prinzipiell jeder Schuh verwendet werden, aber er sollte vor allem einen guten Halt haben und nicht zu klobig sein, über eine gute Sohle und wenig Gewicht verfügen. Manche Biker schwören auf Trekking-Schuhe, andere auf Sportschuhe. Es gibt auch spezielle Schuhe mit sogenannten „Pins“, die den Halt am Pedal verbessern. Wichtig ist jedenfalls, dass er einen guten Komfort bietet. Alles andere ist Geschmackssache und muss ausprobiert werden.

Die andere Art der Pedale sind „Klickpedale“. Der Name kommt von der Fixierung: Die Schuhe werden durch ein Klickpedalsystem in die Pedale „geklickt“ und sind so fest mit dem Pedal fixiert, lösen sich jedoch bei Sturz von selbst. Die Vorteile: Man rutscht nicht ab vom Pedal und auch beim Hochziehen des Beines entsteht eine Kraftübertragung. So soll ein kraftsparender Fahrstil ermöglicht werden. Die Nachteile sind die speziellen Schuhe, die nur zum Biken verwendet werden können und nicht ganz günstig sind, und die erst zu erlernende Tret-Bewegung. Manch einer behauptet auch, dass es wegen der Fixierung zu heftigen Unfällen kommen kann.

Die Wahrheit ist: Du muss selbst rausfinden, was besser für dich ist. Beide Pedalarten haben ihre Vorteile und es gibt keine Faustregel. Für Anfänger sind Plattformpedalen bestens geeignet, da du deine Lieblingssportschuhe für die ersten Touren ganz unkompliziert verwenden kannst.

Hardtail oder Fully?

Was mir bei meiner ersten „echten“ Mountainbike Tagestour aufgefallen ist: Mountainbikes sind mittlerweile echt High-Tech. Gerade was die Fullies betrifft. Es gibt mittlerweile sogar Akku Fullies. Aber um die mögliche Verwirrung aufzulösen: Hardtail und Fully sind ganz einfach zwei unterschiedliche Mountainbike Arten. Kurz und knackig hier die Typen charakterisiert:

 

Hardtail

  • Die Weiterentwicklung des klassischen Mountainbikes von früher
  • Nur eine Federung vorne in der Gabel
  • Gewicht geringer
  • Preis günstiger
  • Wenig Wartung und Pflege

Fully (Full Suspension Mountainbike)

  • Hightech
  • Vollfederung, also Federgabel vorne und auch am Rahmen gedämpft
  • Technisches Verständnis für die richtige Dämpfungseinstellung notwendig
  • Sehr gute Dämpfung, die die Schläge abfangen und so ein anderes Fahrgefühl ermöglichen
  • Bessere Fahrdynamik
  • Gewicht höher
  • Preis teurer
  • Wartungsintensiv

Unter Bikern hat das oft auch was mit einer „Glaubensfrage“ zu tun, welches Mountainbike bevorzugt wird. Ich kann nur sagen, dass mein erster Ausflug mit einem Fully ein echtes „Wow-Erlebnis“ darstellt. Es war so ein anderes Fahrgefühl, vor allem beim Bergab-Fahren. Ich fühlte mich einfach sehr sicher und der Fun-Faktor war riesig. Also wenn du mal die Möglichkeit hast: Leih dir ein Fully aus und teste es selbst!

Daumen hoch für das Mountainbiken

Nach meiner ersten Abfahrt konnte ich mir das Grinsen nicht verkneifen. Warum auch? Zu cool war das Erlebnis, mit dem Fully den Berg hinunter zu brettern. Ich hab mir bis jetzt noch kein Fully zugelegt. Aber ich weiß auch, dass ich wieder mal so eine Tour mit dem Fully machen werde. Daher auch die klare Empfehlung: Sofern du nicht bereits dem Mountainbike verfallen bist, schnapp dir einen professionellen Guide, leih dir ein Fully aus und rauf auf den Berg! Glaub mir: Du wirst es nicht bereuen.

Music: "Calabash" von Co.fee (http://freemusicarchive.org/music/Cofee/Bonus_Beat_Blast_2011/13_co_fee-calabash)

Lust auf eine Tour mit dem Mountainbike bekommen?

Wenn du jetzt auch eine waschechte Mountainbike-Tour erleben willst, haben wir bei Euroaktiv einige Reisen, die dir genau das bieten! Von geführten Touren mit Guide, Tagestouren in den Aktiv-Mix Programmen bis zur individuellen Streckentour ist alles auf unserer Webseite zu finden: 

Und auch für Familien haben wir tolle Bike-Reisen, die euch den Mountainbike-Sport näher bringen:

2019
Aussicht auf St. Stephan Dom
Gemütlich
Österreich

Donau-Radweg Schärding - Linz

7 Tage | Individuelle Einzeltour
Der Donau-Radweg ist einer der beliebtesten Radwege Europas, auch bei Familien. Kein Wunder, verläuft er doch durchwegs eben und ohne störenden Autoverkehr. Dazu das Rauschen der Donau und die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten entlang des Flusses. Bessere Voraussetzungen für einen Aktivurlaub auf zwei Rädern können sich weder Eltern noch Kinder wünschen. Und auch für die geeigneten Highlights und Rahmenbedingungen ist dank des Euroaktiv-Teams gesorgt. Jeden Tag gibt es einen neuen Grund zur Vorfreude. Da macht es gleich noch mehr Spaß, eifrig in die Pedale zu treten ... Details zur Familien-Radtour am Donau-Radweg Die einwöchige Familien-Radtour entlang der oberösterreichischen Donau ist besonders gemütlich. Und das, ohne auf Vergnügen und Abenteuer zu verzichten. Sie wurde so zusammengestellt, dass Kinder und Erwachsene sie gleichermaßen genießen können. Gemeinsam erkundet ihr Städte wie Schärding oder Linz. Ihr radelt in aller Ruhe dahin und legt nach Lust und Laune Verschnaufpausen ein. Ihr erfrischt euch in Seen und Freibädern. Oder wie wäre es mit einer ausgedehnten Schifffahrt? Die Familien-Highlights der Donau-Radreise auf einen Blick: Mini-Weltwunder in Schärding: Das hübsche Barockstädtchen hat so einiges zu bieten, was Kinder und Erwachsene zum Staunen bringt. Macht euch auf die Suche nach den sieben Weltwundern in Miniaturform oder besichtigt die berühmte „Silberzeile“. Auf Besuch in Passau: Ein Abstecher in die Dreiflüssestadt Passau zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus, gilt sie doch als eine der schönste Städte Deutschlands. Natürlich darf ein Besuch des Erlebnisbades „peb“ nicht fehlen! Badevergnügen pur: zu finden im Freizeitland Linz mit gleich fünf einladenden Badeseen. Alle Mann an Bord! Auf der Schifffahrt von Linz nach Passau könnt ihr den Radfahrern am Donau-Radweg vom Wasser aus zuwinken. Wissenswertes zum Rad- & Aktivurlaub mit Kindern Wusstet ihr, dass der Eintritt ins Erlebnisbad Passau in der Radreise inkludiert ist? Genau wie die Schifffahrt auf der Donau, der Gepäcktransport und ausführliche Reiseunterlagen? Gerne könnt ihr auch Mieträder oder Halbpension dazubuchen. Eines ist sicher: Mit der Unterstützung des kompetenten Euroaktiv-Teams wird die 130 Kilometer lange Strecke für die ganze Familie zum Kinderspiel! Verbringe mit deinen Liebsten schon bald sieben aktive, einzigartige und unvergesslich schöne Tage und unzählige Glücksmomente am Donau-Radweg. Jetzt anfragen!  
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Michael Kröll
Michael Kröll, Leitung Euroaktiv
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