Mosel-Radweg für Familien

Eine tolle Radreise, vor allem mit Kindern

Es gibt viele schöne Dinge im Beruf eines Reiseveranstalters! Doch eines der schönsten ist das Erkunden und Überprüfen der Wege vor Ort für unsere Familien. Immer wieder sind auch wir in unseren Reisezielen unterwegs, um unsere Reiseunterlagen zu überprüfen, Änderungen zu erkennen und ganz neue Dinge zu entdecken. So war diesmal der Mosel-Radweg für Familien an der Reihe. Was ich da so erlebte, lest ihr heute in meinem Reisebericht zum Mosel-Radweg. Kleiner Anmerkung vorneweg: Entlang der Strecke traf ich viele Kinder, mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Trier, die Stadt aus der Römerzeit 

Der Mosel-Radweg gehört nicht ohne Grund zu unseren beliebtesten Radreisen für Familien: Er führt meist eben dahin, verläuft zumindest auf einer Moselseite fast immer auf Radwegen und bietet viel Natur und Abenteuer entlang des Flusses für Groß & Klein. Unsere Reise startet in Trier, also war auch das der Start für meine Radetappe. Los gings an der Porta Nigra. Kurz genoss ich noch das gemütliche Treiben an dem beeindruckenden Stadttor aus der Römerzeit und sog die frische Luft ein, dann trat ich auch schon in die Pedale. Die ersten Meter aus der Stadtmitte in Richtung Mosel waren ruhig und der Weg dank der sehr guten Markierung, einfach zu finden. Nach nur wenigen Metern sah ich die Mosel zum ersten Mal. Sie sollte mein treuer Begleiter für die nächste Zeit sein!

Auf schönstem Pfad nach Mehring

Noch schnell über die Brücke und schon schwang ich mich so richig in den Sattel. Viele Kilometer waren es nicht bis nach Mehring, aber es war bereits Nachmittag geworden und darum wollte ich zügig vorankommen. Man merkte den ersten Metern noch die Stadtnähe an. Am toll ausgebauten, in etwa drei Meter breiten Weg, direkt entlang der Mosel, tummelten sich neben ein paar Radfahrern auch Hobbyläufer, Rollerskater und Spaziergänger. Aber mit jedem Meter weiter der Mosel flussabwärts, hatte ich den Radweg mehr und mehr für mich allein. Kleine Rastplätze mit Holzbänken und Spielplätze fanden sich viele entlang der Strecke. Mit dem Wind im Rücken machte ich mich weiter auf den Weg. Nach gemütlichen 25 Radkilometern hatte ich mein Ziel Mehring erreicht und mir ein Abendessen verdient, wie ich fand! Da kam das italienische Restaurant um die Ecke gerade recht.

Malerisch windet sich die Mosel ...

Passend zum heutigen Radstart kam auch die Sonne zum Vorschein. Ich sollte wohl gutes Wetter haben. Gleich nach den ersten Metern in Richtung Piesport staunte ich nicht schlecht, denn die Mosel schien sich um mehr als 180 Grad zu drehen und der Radweg endete aus meinem Blickwinkel im Nichts. Und tatsächlich: Ein Blick auf meine Karte in den Reiseunterlagen zeigte, dass sich die Mosel immer wieder windet und schlängelt. Ganz nach belieben, schien es, fast wie gemalt. Ich kannte das schon von unserer Radreise Donau-Radweg für Familien mit der bekannten Donauschlinge, aber die Mosel sah eher aus, als ob sie nur aus einer Aneinanderreihung von Windung an Windung bestand. Und dem war auch wirklich so: Bis nach Piesport änderte sie die Richtung noch viele Male. Immer wieder fasziniert vom Naturschauspiel, genoss ich die Ruhe, außer mir war weit und breit kein Radfahrer zu sehen, und setzte ganz gemütlich meinen Radweg nach Piesport fort.  

Durch die schönen Ortschaften

In Piesport angekommen wäre laut unserer Reiseauschreibung eigentlich heute Schluss gewesen. Da ich aber nicht so viele Tage zur Verfügung hatte, radelte ich gleich weiter. Für unsere Familien bleibt an diesem Tag noch genug Zeit, Abenteuer abseits der Strecke zu erleben. Spannende Tipps dafür gibt es in den Reiseunterlagen. Für mich gings jedoch direkt weiter. Vorbei an vielen kleinen Wohnhäusern und Restaurants verlief anschließend der Radweg erstmals ein längeres Stück neben der Hauptstraße. Er führte parallel und war jedoch nicht überall baulich getrennt, aber dafür sehr breit. Alternativ konnte man auch auf die andere Straßenseite wechseln und die ruhigen Nebenstraßen bevorzugen. Anschließend fuhr ich durch Wintrich, Brauneberg und Bernkastel Kues sowie mehreren kleineren Ortschaften mit tollem Flair. Das Besondere: Immer wieder führt der Radweg mitten durch die schönen Ortschaften und bietet so Abwechslung von den ruhigen Naturpassagen. 

Kulinarik vom Feinsten 

In Zeltingen legte ich eine Pause ein und besuchte auch hier unsere Partnerunterkünfte kurz, um Hallo zu sagen. Und dann war erstmal Essen angesagt. Das leckere Frühstück lag schon viele Stunden zurück und das machte sich bemerkbar. Glücklicherweise gibt es entlang der Mosel viele Einkehrmöglichkeiten und für alle Geschmäcker ist was dabei: Deftig, regional und günstig in einer der Straußwirtschaften - ein Weinkauf ist fast schon sicher, weil man sich vom leckeren Glas Wein immer überzeugen lässt - oder auch Modern, Italienisch, Griechisch, ... eigentlich lässt die Kulinarik keine Wünsche offen. Ich entschied mich für ein feines Café, da ich hier gemütlich in der Sonne sitzen konnte. Gute Wahl, denn das Essen war hervorragend. Anschließend gings durch wunderschöne Weingärten weiter bis nach Zell.

Die Burg Metternich am Moselradweg

Mit dem Ziel vor Augen: Cochem

Die für mich letzte Etappe stand auf dem Plan, denn ich war auf unserer kürzeren Variante bis nach Cochem unterwegs. Kleine Info nebenbei: Wer die Reise verlängern möchte, kann noch eine Etappe nach Koblenz anhängen und bis zum Deutschen Eck radeln. Die Etappe lässt sich beliebig mit dem Zug verkürzen. Der Radweg war wieder genauso abwechslungsreich, wie die Etappen zuvor. Schön zu sehen war, dass sowohl in meine Fahrtrichtung, als auch in die andere, der Mosel sozusagen bergauf, viele Familien radelnd unterwegs waren. Die Kids im Anhänger oder auch mit eigenem Rad, komplett ausgerüstet. Bei Bremm und ihren vielen Fachwerkshäusern machte die Mosel plötzlich wieder eine fast komplette Kehrtwendung, danach änderte sich das Landschaftsbild wieder etwas. Unter einer beeindruckenen Brücke hindurch, ging es durch herrliches Grün weiter bis nach Cochem. Die letzten Meter begann es sogar etwas zu nieseln, aber bevor es so richtig regnete, hatte ich die Mauern von Cochem, und damit mein Ziel bereits erreicht.

Fazit

Mosel-Radweg mit Kindern

Ruhig ist er, der Mosel-Radweg, aber keineswegs langweilig. Weil die Abwechslung so groß ist. Denn zwischen den kleinen, aber sehr feinen Städten und Ortschaften, führt immer wieder der Radweg durch die Natur. Vorrangig entlag der Mosel, aber manchmal auch "querfeldein" wie im Abschnitt bei Thörnich. Die Weg-Beschaffenheit ist großartig und die Etappenlänge ideal für Familien, auch mit kleineren Kindern. Brücken, Burgen, Fähren, Schiffe, Naturareale, Weinberge, Campingplätze, Restaurants, ... alleine der Weg an sich bietet vieles zum Schauen und Staunen. Mit den zusätzlichen Tipps in unseren Reiseunterlagen, ist für Euroaktiv-Familien der Mosel-Radweg eine rundum gelungene Radreise!

Gemütlich
Deutschland

Mosel-Radweg

7 Tage | Individuelle Einzeltour
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