Multiaktivurlaub Madeira

Abenteuer auf der Blumeninsel

Madeira: "die Blumeninsel", "der schwimmende Garten im Atlantik", "die Insel des ewigen Frühlings"... die Vorschusslorbeeren zur portugiesischen Atlantikinsel Madeira sind groß. Ganzjährig soll es Sommerwetter geben, die Landschaft atemberaubend sein und zudem aktiven Familien, dank der vielen Outdoor-Möglichkeiten, paradiesische Verhältnisse bieten. Umso gespannter war ich vor meinem Reise-Check für unseren Multiaktivurlaub Madeira, ob die Insel auch halten kann, was sie verspricht. Der Reisezeitraum war mit Mitte Februar nicht nur im mitteleuropäischen Winter, sondern auch für Madeira winterlich gewählt. Für mich aber der perfekte Zeitraum, um Madeira und unseren Multiaktivurlaub auf Herz und Nieren zu prüfen!

1. Tag: Anreise nach Funchal

Madeira ist einfach per Flugzeug zu erreichen: Die Fluglinie TAP Portugal fliegt die Insel von Lissabon mehrmals am Tag an. Aber es gibt auch Direktflüge und andere Flüge anderer Fluglinien von sehr vielen Städten Europas. Die Preise liegen für Hin- und Rückflug zwischen EUR 150,- und EUR 400,-, je nach Flugdauer und Airline. 

Für mich ging es am frühen Nachmittag vom Flughafen Wien über Lissabon nach Madeira. Nach anfänglichen Gepäckschwierigkeiten (ich hatte zwei Koffer mitgenommen, die jeweils die Grenze von 23 kg nicht überschreiten durften, einer tat es dann aber doch) und folgend kurzer "Umpack-Aktion" durfte auch ich auf den Flieger. ;-)

Nach einem sehr kurzweiligen Flug kam ich Spät-Abends am Flughafen an. Eine ca. 15 minütige Taxifahrt später war ich auch schon in meinem Ziel-Hotel . 

Der Late-Check Inn in unserem tollen Partner-Hotel Four Views Oasis klappte bestens. Ich bekam ein sehr großes Zimmer, ja sogar eine Suite, die eigentlich besonders für Familien mit mehreren Kindern perfekt ausgestattet war: 

ein eigener Wohn-Bereich, in dem sich eine ausziehbare Couch befand und auch eine kleine Kochniesche. Das Zimmer war durch eine Tür abgetrennt zum Schlafzimmer mit Balkon und einem großem Bad. Draußen war es bereits dunkel, aber ich konnte es schon hören: das Meeresrauschen!

2. Tag: Canyoning Ribeiro Frio

Als ich meine Augen öffnete, war mein Zimmer lichtdurchflutet und ich wurde buchstäblich von den Sonnenstrahlen geweckt. "Zimmer mit Meerblick", dachte ich mir und blickte von meinem Balkon auf den blauen Ozean ...

Nach einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet wurde ich auch schon von unserem Partner für die Aktivitäten vor Ort, Discovery Island, abgeholt. Denn das erste Abenteuer stand auf dem Programm: Canyoning. Gleich drei Guides begrüßten mich. Gemeinsam mit einem Pärchen aus Deutschland, das wir am Weg über Funchal mitnahmen, ging es zur Einstiegsstelle des Canyons. Wir erhielten eine umfangreiche Ausrüstung: zum Neopren-Anzug, Klettergurt und Helm kam noch ein Lycra-Shirt für drunter, Neopren-Handschuhe und spezielles Schuhwerk dazu (sehr vorbildlich). Nach einer kurzen Wanderung zum Canyon ging's mit einem befreiten Sprung ab ins Wasser.

Und es das war sehr erfrischend :-). Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase waren wir alle mittendrin im Canyoning-Fieber. Ich hatte bisher schon einige Canyons besucht, aber dieser war etwas ganz Besonderes: glasklares Wasser und eine außergewöhnlich schöne Vegetation. Ich fühlte mich sofort in den Film "Jurassic Park" versetzt. Nach vielen coolen Abseilpassagen, zahlreichen Sprüngen und mehreren Schwimmpassagen, hatten wir den Canyon durchwandert. Umgezogen und gestärkt (dank Süßigkeit und einer Flasche Wasser) fuhren wir zufrieden zurück in Richtung Hotel.

Mitmachen beim Canyoning können Kinder ab einer Größe von ca. 120cm die schwimmen können, erzählten mir die Guides am Nachhauseweg. Der Canyon würde je nach Wasserverhältnissen gewechselt.

3. Tag: Coasteering Canical

Da auf Madeira noch Nebensaison herrschte, wurde ich diesmal ganz alleine zum Coasteering abgeholt. Also alleine stimmt nicht ganz. Wieder begleiteteten mich die drei Guides von Discovery Island zum Coasteering-Spaß. Zwei Guides sind bei allen Aktivitäten mindestens mit dabei, bei einer höheren Teilnehmerzahl auch drei oder mehr. Mir sollte es jedenfalls recht sein, konnte ich mich so umso besser über die Insel informieren. Nach einer kurzen Fahrt hielten wir in Canical im Osten der Insel an und die Ausrüstung wurde ausgeteilt. Bis auf den Klettergurt, den wir heute nicht benötigen sollten, war wieder alles mit dabei.

War beim Canyoning das Wasser des Flusses doch sehr frisch, sollte sich das beim Coasteering schnell ändern. Nach wenigen Minuten Wanderung zur Küste und damit zur Einstiegsstelle, ging's wieder ab ins Wasser. Rund 8 Meter abwärts ins Abenteuer.

 

 

Ich tauchte im türkisfarbenen Meer auf und es war angenehm warm: 20 °C und das im Februar! Im Sommer wird es sogar noch etwas wärmer. Also ist Madeira wahrhaftig eine Ganzjahresdestination. Schwimmend setzten wir den Weg entlang der Küste fort. Immer wieder mal kletterten wir dann aus dem Wasser, um einen Sprung vom Felsen zu wagen oder auch mal kürzere Passagen an Land zurückzulegen. Wurde es enger, ging es wieder in den glasklaren Ozean. Besonders schön waren dabei die Felsformationen der Küste zu betrachten, ein Blickwinkel, den man sonst nur mit dem Kajak erleben kann. An einer sehr sonnigen Stelle machten wir Pause und legten uns in einen "natürlichen Jacuzzi", wie ihn die Guides spaßhalber nannten. Nach ca. 3 Stunden war das Coasteering leider wieder vorbei und wir machten uns zu einem kurzen Aufstieg zurück zum Auto. 

Abends gab es noch ein tradtionelles, madeirisches Essen beim Besuch im Spetada Restaurant. Das heißt, ich fand mich zuerst in einer kleinen Metzgerei wieder, wo bereits unterschiedlichste Spieße (Fleisch, Würste, Käse, ...) vorbereitet waren. Denn bei einem Spetada Restaurant darf man sich das Fleisch vor der Zubereitung selbst aussuchen und es wird auch gleich bezahlt. In der Bar nebenan holten wir uns Getränke sowie Beilagen.

Das eigentliche Restaurant liegt gegenüber auf der anderen Straßenseite. Hier gab es Tische und auch eine große Grillstelle, wo auch mein Spieß auf wundersame Weise den Weg von der Metzgerei hingefunden hatte und bereits über der Flamme brutzelte. Über unserem Tisch waren Stangen aus Eisen angebracht. Hier wurden dann die fertigen Spieße aufgehängt und die Getränke wie Beilagen an den Tisch serviert. Das Essen war nicht nur sehr lecker, sondern auch eine spannende Erfahrung. Wichtig zu wissen: Madeira ist sehr viel günstiger als man es aus Mitteleuropa normalerweise gewohnt ist. Man spart an Essen und Getränken sehr viel Geld!

4. Tag: Surfen in Saixal

An diesem Tag ging es in den Norden der Insel, nach Saixal. Das Wetter und auch die Wellen hier waren im Gegensatz zum Süden etwas rauer. Aufgrund der Berge und der Wettereinflüsse ist das Wetter im Norden oft etwas unfreundlicher als im Süden, besonders in den Wintermonaten. Ca. 15 °C hatte es aber trotzdem, jedoch kein Sonnenschein. 

Der Surfspot in Saxial war durch einen langen gemauerten Steg vom Meer abgetrennt. So war der Spot gut geschützt und für Kinder wie Anfänger bestens geeignet.

Ganz Anfänger war ich ja nicht mehr und so ging es nach dem Erhalt der Ausrüstung und einem kurzen Aufwärmprogramm rasch ins Wasser. Zwei  Mädchen vervollständigten unsere 3er Gruppe und so versuchten wir abwechselnd mit der Hilfe des Guides die ein oder andere Welle zu stehen. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. Aber das Surf-Gefühl war wie immer wunderbar. Die Landschaft von Saixal ist wirklich herausragend: hohe, steile Felswände direkt neben dem Meer mit kleinen Wasserfällen, die in die Tiefe schießen.

Nachmittags Rundfahrt Madeira

Am Nachmittag machte ich eine Rundfahrt über die gesamte Insel: von Porto Moniz mit seinen bekannten Naturschwimmbecken über Sao Vicente und Porto da Cruz im Norden der Insel nach Caletha im Südwesten. Fasziniert von der Natur und den Ausprägungen der Landschaft ging es dann unterwegs noch zum Abendessen. 

Da durfte ein "Steak on stone" nicht fehlen. Das sollte sich jeder Steakliebhaber auf Madeira unbedingt gönnen, wird hierbei ja auch das Fleisch am heißen Stein serviert und so kann jeder hungrige Gast ganz einfach mit jedem Bissen bestimmen, wie "durch" sein Steak sein soll.

5. Tag: Funchal

Die Stadt Funchal auf Madeira vom Aussichtsplatz aus

Der letzte Tag stand ganz im Zeichen der Hauptstadt Madeiras: Funchal. Wenn ich schon Gelegenheit dazu hatte, wollte ich auch das Museum von Christian Ronaldo ansehen. Leider war Sonntag und so hatte das Museum nicht offen (geöffnet von MO-SA). Ein "Selfie" mit der Statue des wohl besten Offensivspielers der Welt konnte ich aber ergattern. Dann schlenderte ich noch durch die reizende Altstadt. Es war sozusagen ein regnerischer Winter-Tag, aber trotzdem kam immer wieder die Sonne zum Vorschein.

Nachmittags fuhr ich mit dem öffentlichen Bus zurück. Nach etwa 30 Minuten Fahrt legte ich dann im Hotel die Beine hoch und verbrachte die letzten Stunden ganz gemütlich am Pool mit Blick aufs Meer.

6. Tag: Abreise

Früh war ich am gemütlichen Flughafen von Funchal. Alle Flüge gingen planmäßig und so war ich mit minimaler Verspätung am frühen Abend wieder in Österreich. Dort erwartete mich nun wirklich der Winter mit Minusgraden und etwas Schnee. Da wurde mir eines klar: ich werde so bald wie möglich wieder mach Madeira fliegen und bei coolen Outdoor-Abenteueren Sonne tanken. 

 

Fazit:

Meine Skepsis zur frühen Reisezeit verflog nach dem ersten Morgen. Es hatte durchgehend angenehm warme Temperaturen (15 °C bis 25 °C, wenn die Sonne scheinte) und das sozusagen im "tiefsten Winter". Das Meer ist das ganze Jahr über warm genug für Wassersportarten und zum Schwimmen. Das Essen ist super lecker und zudem sehr günstig.

Bezüglich der Outdoor-Abenteuer ist Madeira ein wahres Paradies: man kann soviel unterschiedliche Aktivitäten am Land, im Wasser oder sogar in der Luft erleben und fast alle lassen sich, dank der toll ausgestatteten Outdoor-Unternehmen, problemlos mit Kindern durchführen.

Für jede Familie, die das volle Paket an Natur und Abenteuer bei angenehmen Temperaturen, egal zu welcher Jahreszeit erleben möchte, ist Madeira die richtige Wahl!

Zwei Urlauber am Weg zum Einstieg zum Coasteering auf Madeira

Unsere Reise auf Madeira

Wunderschöner Ausblick auf die Küste und das Meer in Madeira
Wunderschöner Ausblick auf die Küste und das Meer in Madeira
Wunderschöner Ausblick auf die Küste und das Meer in Madeira
Sprung in das Meer beim Coasteering
Wandern auf den Felsen beim Coasteering
Abseilen beim Canyoning
Paddeln im Meer bei der Kayaktour
Klettern am Naturfels in Madeira
Wunderschöner Ausblick auf das Meer
Wunderschöner Ausblick über die Küste und das Meer
Typische Häuser in Santana
Blick über die Küste von Madeira
Ausblick über die Landschaft von Madeira
Blick auf den wunderschönen Strand
Treiben im Meer beim Coasteering in Madeira
Klettern mit Seilsicherung am Naturfels
Mountainbike Tour in der grünen Landschaft von Madeira
Schwungvoll
(1)
Portugal

Madeira

7 Tage | Individuelle Einzeltour
Ein großer, schwimmender Garten im Atlantik, und du mit deiner Familie bist mittendrin im Blumenparadies. Klingt gut? Ist es auch! Der Familienurlaub auf Madeira bietet dir Abwechslung, warmes Klima, eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt und jede Menge atemberaubende Landschaften. Die Kinder sind Wasserratten und mögen es am liebsten aktiv und spaßig? Dann schnapp dir ein Kajak und folge dem Wasser in die tiefen Schluchten. Mit etwas Glück bekommst du vielleicht einen Mantarochen im Naturreservat zu Gesicht. Details zum Familienurlaub auf Madeira Auf dem Liegestuhl entspannen und in der Sonne brutzeln, ist in diesem Urlaub definitiv nicht angesagt! Abwechslung und unterschiedliche Sportarten werden im Familienurlaub auf Madeira großgeschrieben. Jeden Tag erwartet dich und deine Lieben etwas völlig Neues! Wie wäre es mit Canyoning? Durch die glasklaren Bäche und imposanten Felsen paddeln oder auf den Rücken der Pferde durch die ruhige Umgebung des Hochlandes reiten – für jeden Geschmack ist die passende Aktivität dabei. Für besonders Mutige ist das Outdoor-Abenteuer Coasteering ein absolutes Highlight! Bewaffnet mit Neopren, Schwimmweste, Klettergurt und Helm geht es Richtung Ostspitze von Madeira. In den nächsten Stunden klettert, schwimmt und wandert ihr, was das Zeug hält! Die Highlights der Aktivreise auf einen Blick: Kajaktour in Faja dos Padres: Entlang der wunderschönen Küste wird von Câmara de Lobos bis nach Faja dos Padres gepaddelt. Das besondere an dieser Kajaktour? Der kleine Ort ist über den Landweg kaum zu erreichen, erzählt aber eine Geschichte, die bis in die Anfänge der Kolonisation der Insel Madeira zurückreicht. Bleib gespannt und lausche den Geschichten der Einheimischen! Wissenswertes zum Familienurlaub auf Madeira Der sechstätige Aktivurlaub auf der wunderschönen Blumeninsel mitten im Atlantik bietet alles, was sich eine aktive Familie von einer facettenreichen Reise wünscht. Jeden Tag wird ein anderes sportliches Highlight geboten, und Langeweile kommt dabei bestimmt nicht auf! Bereits Kinder ab sechs Jahren können beim Aktivurlaub auf Madeira mitmachen. Um bei den einzelnen Tagesaktivitäten mitmachen zu können, sind Schwimmkenntnisse und Trittsicherheit vonnöten. Besonders für Tag sechs ist Erfahrung im Reiten von Vorteil. Genieße die Zeit mit der Familie, und erkundet kletternd, springend und schwimmend die felsige Küste von Madeira! Du willst einen Urlaub fernab von Langeweile oder Alltagstrott und stattdessen stundenlanges Sonnen? Dann ist der aktive Familienurlaub auf der Blumeninsel Madeira genau das Richtige für dich und deine Kinder. Buche jetzt gleich!
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Robi
Michael Kröll
Michael Kröll, Leitung Euroaktiv
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