Seekrankheit - was tun?

So sagt ihr der Seekrankheit ade und bleibt fit im Familienurlaub am Wasser.

Keiner ist davor gefeit, niemand will sie haben, aber jeder kann was dagegen tun. Die Rede ist von der Seekrankheit. Sie gehört zur der Gruppe der Reisekrankheiten und kann Menschen im Reisebus, im Auto, der Achterbahn oder eben am Schiff begegnen. Der Spezialfall am Wasser: wer sich auf einem Schiff befindet, muss im Fall der Fälle zumindest eine kleine oder sogar eine größere Weile ausharren, bis sie oder er wieder von Bord gehen und damit den Ursachen seiner Seekrankheit entfliehen kann. Grund genug um sich - speziell wenn man einen Familienurlaub am Wasser plant - die Sache etwas genauer anzusehen.


Kinder als Piraten am Deck des Segelschiffes

Wie kommt es eigentlich zur Seekrankheit?

Per Definition tritt eine Seekrankheit dann auf, wenn die Sinnesorgane widersprüchliche Informationen zur räumlichen Lage und Bewegung des Körpers liefern. Wenn euer Körper nun über einen längeren Zeitraum dieser widersprüchlichen Situation ausgesetzt ist, wird ein Fehlersignal im Gehirn ausgelöst.

Im Klartex: das Schiff schwankt (und euer Gleichgewichtssinn nimmt das wahr), eure Augen sehen aber keine Schwankung (denn das Wasser ist ja mehr oder weniger ruhig) und euer Gehirn weiß nicht welche Information richtig oder falsch ist - manche Menschen werden unter solchen Bedingungen Seekrank.


Kinder an Deck am Segelschiff

Was passiert bei der Seekrankheit mit einem?

Die Seekrankheit kann unterschiedlich stark in Erscheinung treten. Angefangen von Müdigkeit, Gähnen und vermehrten Speichelfluss, über Unwohlsein, Kopfschmerzen und Schwindel bis hin zu Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen ist alles möglich. Erkrankte sind ganz blaß im Gesicht und eventuell sogar etwas grün um die Nase.

Spätestens wenn ihr eines der beschriebenen Symptome bemerkt, solltet ihr euch in Acht nehmen!

Was kann man gegen die Seekrankheit tun?

1. Vor der Reise: Vorbeugend können euch diese Tipps helfen.

  • Ingwer - Kann euch aufgrund seiner antiemetischen Wirkung helfen.
  • Histaminarme Diät - Auch der Verzicht auf histaminhaltige Lebensmittel (Salami, Hartkäse, Wein, Linsen, etc.) kann euch helfen.
  • Vitamin C - Kann auch aufgrund seiner histaminsenkenden Wirkung gegen Übelkeit helfen.
  • Wenn es euer Reisebudget erlaubt, bucht eine Außenkabine. Denn so könnt ihr auch unter Deck den Horizont im Auge behalten.

 

2. Vor der Reise: Medikamente vom Hausarzt oder Apotheke.

  • Wir empfehlen euch vor Reiseantritt einen Besuch bei eurem Hausarzt oder der Apotheke eures Vertrauens.
  • Lasst euch dort beraten, welches Medikament am besten für euch, euer Alter (für Kinder und Senioren eigenen sich eventeull andere Medikamente, als für Erwachsene) und eure persönlichen Präferenzen geeignet ist.

 

3. Akut: Hilfe bei ersten Anzeichen einer Seekrankheit.

  • Als allererstes könnt ihr an Deck gehen und euren Blick auf den Horizont richten. Hilft das nichts, versucht die nächsten Schritte.
  • Flach auf den Rücken legen, Kopf ruhig halten, Augen schließen.
  • Wenn möglich schlafen.

Durch eine stabile, entspannte Lage bringt ihr Ruhe in euer System. Vor allem das Schließen der Augen hilft euch die miteinander in Konflikt stehenden Reize zu verringern. Und im Schlaf nehmt ihr euren Gleichgewichtssinn nicht wahr.

Sollte das auch nicht helfen, bzw. parallel zu unseren Tipps, könnt ihr auf Medikamente (lt. der Empfehlung eures Arzt oder Apothekers) zurückgreifen.

Und wie lange kann die Seekrankheit dauern?

In der Regel dauert eine Seekrankheit (ohne Behandlung mit Medikamente) bis zu drei Tagen.

  • Möglichkeit 1 ist, dass der oder die Betroffene sich an die unterschiedlichen Reize gewöhnt und die Symptome von selbst wieder verschwinden. Aber ganz ehrlich, wer hat schon Lust auf zwei bis drei Tage Übelkeit, nur weil er weiß, dass es eh wieder vorbeigeht? Hier muss es andere Wege geben - und die gibt es!
  • Möglichkeit 2 ist, dass ihr durch unsere oben genannten Tipps oder Medikamente die Seekrankheit schneller in den Griff bekommt.
  • Möglichkeit 3 ist, dass man einfach von Bord geht und durch das Aufhören der Bewegung auch die Symptome nachlassen. Ein gemeiner Nebeneffekt: hat man sich erst mal an das Schiff gewohnt, ist erfolgreich nicht Seekrank geworden und geht dann zu rasch an Land, tja dann kann einen die Landkrankheit erwischen. Die umgekehrte Seekrankheit sozusagen. Aber zum Glück trifft dies meist nicht auf aktive Familienurlauber, sondern Seefahrer zu, die sehr lange am offene Meer unterwegs waren.

Für mehr Details...

stehen wir euch jederzeit gerne zur Verfügung!

Wenn ihr Fragen zum Thema Schiffsreisen habt, meldet euch gerne per Nachricht auf Facebook, schickt eine E-mail an office@euroaktiv.at oder ruft uns ganz einfach unter +43 (0)6219 7444-190 an.

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